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nojo – „Robotniks“

Interpret: nojo
Titel: „Robotniks“ (Single)
EAN: 0659701395207
veröffentlicht am 28. Januar 2020
1 Titel, 5 Min. Instrumental Rock
Musik & Instrumente: Norman Jonas
Covergestaltung: nojo

Single-download:
   

„Robotniks“ ist die erste Single einer für 2020 geplanten Reihe, die ausschließlich als Download zur Verfügung stehen wird. Zu jedem Titel gibt es ein „Virtual Video“, das man hier nachlesen kann. Die dazu passenden Bilder gestaltet sich der Hörer selbst. Wie sehen die „Robotniks“ aus, wie ihre Umwelt? Entscheide selbst und mach ein Video daraus!

Virtual Video: ROBOTNIKS

Ein mattgrauer Lichtstrahl schneidet sich durch tiefe Dunkelheit und ätzenden Nebel, begleitet vom Rattern und Quietschen der Ketten. Am anderen Ende wälzt sich eine Baggerschaufel durch zersplitterndes Geröll, verseuchte Abfälle aus Fabriken und Kraftwerken, die bis zum Ende keine Bedrohung waren. Nur sie sind noch übrig, monoton schnaufend pflügen sie sich gleichmütig durch gigantische Berge von Müll in nicht atembarer Luft, unangreifbar, kompromisslos ihrer Programmierung folgend. Die letzten Robotniks räumen auf, was die aufgelöste Menschheit hinterlassen hat.

Der Plan, dem sie folgen, scheint sinnlos. Es ist niemand mehr da, die Experten und Programmierer waren die ersten, die verschwunden sind. Nach ihnen die Spekulanten, die Investoren, dann die Fabrikanten, Kaufleute und Verbraucher, zuletzt die Bauern und Mittellosen. Niemand ist da, der Programmierung und Tun der Robotnix infrage stellen könnte. Sie wühlen sich weiter durch die unwirklichen Hinterlassenschaften, die nichts Menschliches bergen. Sie sind von den Menschen erschaffen, von ihnen gebaut und kontrolliert, ein ganzes Heer. Das Gift macht ihnen nichts. Sie folgen ihrer Aufgabe, ohne Interesse. Sie schaufeln, zerlegen, häufen und planieren, bis die restliche Energie verbraucht ist. Die letzten Robotniks räumen sich schließlich gegenseitig weg, denn es ist niemand da, sie abzuschalten.

Es ist Ruhe eingekehrt auf dem sauber planierten Planeten. Die Menschen waren laut, haben viele Geräusche gemacht, ohne sie ist es still. Die Überreste der Evolution und ihrer Folgen schweben fein zermahlen in der Atmosphäre. Die Perfektion, mit der die Robotnix ihr Programm absolviert haben, wird von niemandem bestaunt. Dunkelheit und giftige Dämpfe lassen jedes Grün sterben, das sich trotzig zur Oberfläche hervorgekämpft hat. Eine Schabe hat die Robotniks überlebt, um sich nun am allgegenwärtigen toxischen Staub zu vergiften und genauso elend zugrunde zu gehen, wie alles und alle anderen zuvor.

Niemand ist da, den Nachhall zu hören, der plötzlich durch die Luft vibriert. Es scheint wie ein Echo von vergangenen Zeiten. Ein Nachlass, der sich nicht manifestiert hat in den riesigen Schutthaufen. Etwas Seelenreiches, was außerhalb allem Materiellen existiert, was größer ist als alles, was im Internet bestellt werden konnte. Ein Nachklang, der von Liebe, Philosophie, Kunst, Kultur, Theater, Literatur, Musik, von Menschlichkeit und Schöpfung zeugt.

Ein Duft von Freiheit weht noch einmal über die Oberfläche, wie eine Melodie, die sich durch die Robotniks nicht planieren ließ. Sie verklingt in der Dunkelheit, im Giftbrei, in dem Nichts, das sich die Menschen innerhalb kürzester Zeit selbst erschaffen haben, hungrig danach, mehr zu sein. Mehr als der andere.

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